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6H VLN Ruhrpokal ...

...  oder auch "dümmer kann's nicht laufen", reine Definitionssache.
Nachdem aus wirtschaftlichen Gründen und der Pause von Quick Nick Borst das Team 2 Rennen aussetzen musste, ging man voller Tatendrang und mit klaren Zielen beim 6h Ruhrpokal VLN Rennen an den Start.

 

Am Fahrzeug wurden in Sachen Gripsuche Kleinigkeiten an der Fahrwerkskinematik geändert und die Reifendimension gewechselt. Schon im Zeittraining eine klare Tendenz: "Jawohl, so muss es sein."

Axel eine Runde, Andreas Winterwerber eine Runde. Schon früh gab es viele Unfälle. Nach Andreas seiner Runde, die leider nur die Zeit von Axel Peinemann bestätigte, aber nicht unterbot kam die Frage "Kannst du noch 10 Sekunden schneller?", denn wir brauchten 10 Sekunden um merkbar weiter vorn zu stehen. Klare Antwort "Dann komm ich jetzt rein ..."

Wir beendeten das Zeitraining damit, weil zwar Auto und Fahrer 10 Sekunden schneller könnten, aber die vielen Unfallstellen und der Schrott auf Strecke dies zu diesem zeitpunkt nicht zuließen. Und für vielleicht 5 Sekunden, die nur einen Platz bringen würden, machte es keinen Sinn ein unnötiges Risiko einzugehen. P4 von 10 in der Klasse war ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Service war früh fertig, das Auto entspannt in der Startaufstellung. Alles lief rund.

Der Start war gut, die Zeiten solide. Früh gab es viele Gelbphasen und viele Unfälle. Vorallem lag viel Schrott auf der Strecke, um den Andreas Winterwerber während seines Startturns feinsäuberlich in bester Slalommanier drumherfuhr. Das kostete zwar viel Zeit, ersparte uns aber Reifenschäden, mit denen viele Teams zu kämpfen hatten.

Nach knapp 2 Stunden lagen wir souverän und gesichert auf P3. Nach vorne war aus eigener Kraft nichts möglich, aber von hinten drohte mit 3 Minuten Vorsprung auf P4 ebenso keine Gefahr.

Boxenstop ohne Probleme. Wechsel auf Axel Peinemann der nun das Volant übernahm. Auch er war hochzufrieden mit dem Fahrgefühl im Frosch und suchte eine risikofreie Pace um P3 sicher heimzufahren. Nach nur 2 Runden vermeldetet er dann aber aus dem Adenauer Forst den Verlust des Vortriebs. "Antriebswellen defekt, wie es sich anfühlt", war der Funkspruch,. "Ich stehe jetzt oberes Metzgesfeld". Kurze Detaildiskussion, dann musste er das Fahrzeug verlassen.

Üblicherweise war zu erwarten, dass das Fahrzeug im Bereich Breitscheid aus dem Tor gezogen wird, um sich die Sache genauer anschauen zu können. Doch hier wurde stattdessen eine sehr zweifelhafte Entscheidung getroffen. Man zog das Fahrzeug einige hundert Meter gegen die Fahrtrichtung den Berg hoch und ließ es an der Planke linksseitig etwa 10 Meter vor'm Streckenausgang stehen. Man durfte an der Stelle natürlich nicht an's Fahrzeug. Warum man es nicht ganz von der Strecke wegzog, und warum zurück statt vor, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben ...

Nach dem Rennende sammelten wir das Fahrzeug wieder ein. Kurzer test beim schieben ...  Kraftschluss noch vorhanden. Antriebsstrang muss somit OK sein. Kurzer Startveruch ... geht nicht an. Drehzahlsignal da, kein Zündfunke. Stecker an der Spule einmal ab, wieder drauf ... "Brummmmmm" ... Auto läuft. Eingestiegen und auf eigenen Rädern zurückgefahren ...

"Ich bin noch nie mit einem quasi heilen Auto ausgefallen ... ", sagte Teamchef Dirk Stock enttäuscht nach dieser Erkenntnis. Axel hatte den Vorfall leider komplett falsch interpretiert. Der Motor war aus und somit kam keine Leistung, der Vortrieb war nie das Problem ...

"Das passiert schnell unter dem Stress unter dem man im Auto steht ...", verteidigt der Teamchef seinen Fahrer, "Nur hätte er das Problem richtig definiert, wäre eine Fehlersuche per Funk ein einfaches gewesen. Wir hatten zudem eine ganze Runde Zeit um dennoch Dritter zu werden".

Man kann zu der Gesamtheit der Situation wohl kaum noch Worte finden ... außer "Dümmer kanns nicht laufen ..."